Wie ich Homestories fotografiere

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Zuletzt lag mein Fokus vermehrt auf Homestories bzw. Homeshootings. Dies ist zum einen der Jahreszeit geschuldet zum anderen dem Reiz, der mit diesem Aufnahmebereich verbunden ist.

Homestories verbinden die meisten vermutlich mit Models, die sich halbnackt auf ihren Betten räkeln. Eine Challenge, die ich mir für dieses Jahr gestellt habe – zum Thema Challenges in einem weiteren Post übrigens mehr – war es zu zeigen, dass auch Homestories vielfältig sein können und nicht ausschließlich mit wenigen Klamotten in Verbindung gebracht werden müssen, auch wenn natürlich besagter Bereich ebenfalls sehr spannend ist.

Maya

Es ist die Herausforderung, dass gerade, wenn das Model weniger Klamotten anhat, dieses immer noch stilvoll zu fotografieren. Es darf auf keinen Fall plump oder billig wirken. Mein Ziel bzw. Anspruch war und ist, dass das Model auf den Aufnahmen stark bzw. souverän wirkt. Natürlich überlege ich manchmal zwei mal, ob eine Aufnahme jetzt so oder so besser wirkt – aus diesem Grund beziehe ich das Model immer mit ein und kommuniziere ganz offen was ich über die jeweilige Aufnahme denke.

Aber vielleicht fangen wir besser von vorne an. Wie plane ich überhaupt mein Shooting? Wie sagt man jemanden, dass er sich ausziehen soll? Was gibt es generell zu beachten?

Vorweg muss ich natürlich sagen, dass selbst ich bei jedem Shooting noch immer lerne und weit davon entfernt bin, wo ich gerne hin möchte – aber ich denke mal, dass das viele kennen, die selbst fotografieren. So etwas gehört zur Entwicklung dazu.

Ich arbeite viel mit Leuten, die vorher noch nie oder maximal ein, zwei mal vor einer Kamera standen. Aus diesem Grund nutze ich sehr gerne Moods bzw. Moodboards. Diese habe ich zum einen auf Pinterest als auch in meiner Cloud.


Pinterest ist öffentlich einsehbar, einfach um zu zeigen, welche Richtungen ich generell fotografiere(n möchte), den zweiten Link erhält das Model, wenn es darum geht die Richtung abzustecken, in die es genauer gehen soll um konkrete Beispiele heranzuziehen. Homestories unterteile ich dort beispielsweise in Cozy (mit Partner/in), Casual and Lingerie/Dessous und verdeckter Akt/Teilakt.

Hier steckt auch schon die Antwort auf Frage Nummer zwei. Das Model entscheidet wie weit es gehen soll, was die Auswahl der Klamotten angeht. Natürlich habe ich gewisse Vorstellungen, in welchen Bereich ich mit jemanden bei einem Homeshooting gehen möchte, was ich auch durchaus kommunziere. Dennoch ist die oberste Regel, dass sich diejenige Person einfach wohlfühlen muss, mit dem was sie tut. Fühlt sich das Model nicht wohl, sieht man dies nachher auf den Fotos. Oft probiert man auch einfach mal Dinge aus. Wenn diese funktionieren, super. Wenn nicht werden die Aufnahmen noch vor Ort gelöscht. Ich finde es immer wichtig, Dinge lieber einmal auszuprobieren, anstelle von vornherein direkt nein zu sagen. Dies gilt aber generell, wenn ich fotografiere.

Elena & Thiago

Ich versuche immer darauf zu achten, dass die jeweilige Idee auch zum Model und natürlich auch zur Wohnung passt. Ein anderer wichtiger Aspekt ist natürlich, dass auch eine fotogene Location vorhanden ist. Nicht jede Wohnung ist unbedingt fotogen.

Vor jeder Homestory biete ich zudem vorab ein Vorgespräch an. So lernt man sich vorab kennen, kann Ideen austauschen und den generellen Ablauf des Shootings besprechen. Auch ist bei meinen Shootings generell immer eine Begleitperson willkommen. Durch diese fühlt sich das Model oft nicht nur sicherer, diese kann auch prima als Assistent/in eingebunden werden.

Am Tag des Shootings geht es nicht um die Bilder. Das kommuniziere ich auch so. Der wichtigste Punkt ist, dass sich das Model wohl fühlt. Egal, ob die Fotos in der eigenen Wohnung oder in einer Airbnb-Wohnung gemacht werden. Egal, ob angezogen oder im Akt-Bereich. Das Wohlbefinden des Models hat oberste Priorität. Erst dann kommen die Fotos.

Vielleicht konnte ich damit ja dem ein oder anderen Anreiz geben. ?

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